Historie

Historie

In den fast 160 Jahren der Firmengeschichte veränderte sich bei KESKARI im Laufe der Zeiten viel: die Rechtsformen, die Firmensitze, die jeweiligen Handels- und Produktionsgüter, aber wichtige Dinge sind bis heute geblieben: die Liebe zum Pelz und zur Täschnerei und die Lust am Erfinden, denn Tradition und Wandel gingen bei KESKARI über alle Zeiten der Firmengeschichte miteinander Hand in Hand.

Die Firmenhistorie begann irgendwann in Mazedonien, unweit der Grenze zu Albanien, in einer alten Kürschnerfamilie in Ochrida (heute Ohrid). 1856 flüchtete der Kürschner Soter Keschar aus religionspolitischen Gründen aus seiner Heimat und ließ sich im sächsischen Leipzig nieder.

Leipzig gehörte damals zu den international führenden Handelszentren für Pelze, die auch als „Weiches Gold“ bezeichnet wurden.

Mit dem Erhalt der sächsischen Staatsbürgerschaft änderte Soter seinen Nachnamen und nannte sich fortan Keskari.

Unweit der sogenannten „Weltstraße der Pelze“, dem Brühl, eröffnete Keskari 1856 einen Rauchwarenhandel. Das war der Beginn der Firma KESKARI, die sich später auch mit der Kreation des Taschenmuffs und der Konstruktion des bis heute eingesetzten Klipverschlusses für Pelzbekleidung, dem „Keska“, international einen Namen machte.

Ab den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts spielte neben den Rauchwaren die Täschnerei und die Feintäschnerei eine zunehmend größere Rolle für das Unternehmen.

In den 50er- und 60er-Jahren beginnt KESKARI, die ersten Taschen mit besonderen Einsatzmöglichkeiten herzustellen.

Ein richtiger Renner war die Freizeittasche „Lima“ – ein Multitalent, das Einsatz als Badetasche, Liegematte und Auflage für den Liegestuhl fand und außerdem als Hängematte genutzt werden konnte.


März 1856
Soter Keskari eröffnet einen Rauchwarenhandel in Leipzig. Er entwickelt sich zu einem bedeutenden europäischen Pelzhändler. Er beliefert Kürschnereien in seiner alten Heimatregion und handelt erfolgreich auf der Leipziger Messe. Auch seine Nachfahren steigen in das Rauchwarengeschäft ein.


Juli 1923
Leonidas Keskari, Enkel von Soter Keskari, eröffnet gemeinsam mit Erich Rösicke in der Leipziger Ritterstraße 23/29 die Firma „Kes- Kari & Rösicke – Rauchwaren und Kommission“. Unter diesem Namen existierte die Firma bis 1944.


13. Mai 1933
Charlotte Keskari, Ehefrau von Leonidas Keskari, meldet eine Mufftasche zum Gebrauchsmusterschutz an. Durch die Weltwirtschaftskrise seit 1928 war das Firmenlager voll mit Lammfellstücken geringer Qualität. Charlotte Keskari kam auf die Idee, einen traditionellen Muff mit einer Handtasche zu kombinieren und mit diesem Pelz zu besetzen. Die Mufftaschen und -beutel wurden ein Verkaufsschlager und werden bis heute produziert.


4. Dezember
1944 Durch Luftangriffe werden die beiden Leipziger Betriebe zerstört.


1945
Charlotte Keskari, baut, während ihr Mann Leoni- das und ihre zwei Söhne noch im Kriegsdienst sind, auf dem eigenen Grundstück in der Leipziger Leibnizstraße ein kleines Unternehmen unter dem Namen C. Keskari und Co. neu auf.